„Mit dem Neubau verfolgen wir gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen nicht nur das Ziel, die schulische Infrastruktur in der beruflichen Ausbildung zu modernisieren, sondern auch gezielt auf den steigenden Fachkräftebedarf in der Region zu reagieren. Das Berufsschulzentrum Elektrotechnik nimmt eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von Fachkräften im Bereich der Mikroelektronik ein. Die Ansiedlungen im Dresdner Norden sind eine große Chance für unsere Stadt: Sie stärken den Wirtschaftsstandort und eröffnen neue Perspektiven. Damit diese Entwicklung gelingt, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte – und müssen gemeinsam daran arbeiten, Talente für Dresden zu gewinnen und langfristig hier zu halten. Dieses Berufsschulzentrum ist dafür eine wichtige Basis.“
Die KID baut in Dresden Prohlis ein neues Berufsschulzentrum für Elektrotechnik. Am Montag dem 02. November 2026, pünktlich 8.30 Uhr war es soweit, der Grundstein für dieses wichtige Zukunftsprojekt wurde gelegt. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Oberbürgermeister Dirk Hilbert und der Geschäftsführer der Kommunalen Immobilien Dresden (KID), Axel Walther befüllten eine Hülse mit Tageszeitungen, Bauplänen und Münzen und versenkten sie im Grundstein des Neubaus des Berufsschulzentrums für Elektrotechnik (BSZ ET) auf der Boxberger Straße 1 in Dresden-Prohlis. Es waren Vertreter der SAB, des SMK, des SMWA sowie des Amt für Schulen und weitere Gäste eingeladen.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert
Der Campus soll rund 2.250 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Über 100 Lehrerinnen und Lehrer werden Fachkräfte in Mechatronik, Mikrotechnologie, Elektrotechnik und Informatik ausbilden – insbesondere für die sächsische Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie.
Gebaut werden ein modernes, barrierefreies Schulgebäude, eine Vier-Feld-Sporthalle sowie Sport- und Freiflächen. Die Räume sollen gemeinschaftlich und kulturell im Stadtteil genutzt werden können. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil des Bauprojektes. Die Gebäude entstehen in Holzhybridbauweise. Aufbereitetes Abbruchmaterial wird vor Ort wiederverwendet, um Transporte und den Bedarf an neuen Baustoffen zu verringern.
Die Gesamtkosten des Schulbauvorhabens belaufen sich auf rund 102 Millionen Euro. Für die Finanzierung werden Fördermittel aus dem EFRE/JTF-Programm der Europäischen Union zur Verfügung gestellt. Es sind 77,5 Millionen Euro bewilligt. Generalauftragnehmer ist Ed. Züblin AG. Die Projektsteuerung hat die STESAD GmbH inne im Auftrag der KID.
Das BSZ ET bietet die klassische Berufsausbildung als dualer Partner für Industrie und Handwerk. Ein bestehender Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb ist Voraussetzung. Ausgebildet werden IT-Berufe wie Fachinformatiker, IT-Systemelektroniker, Mechatroniker, Mikrotechnologen (Schlüsselberuf für Sachsens Halbleiterindustrie) sowie Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik, Geräte und Systeme, Industrieelektriker und Elektroanlagenmonteure. Im Rahmen des Beruflichen Gymnasiums gibt es in drei Jahren die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) mit technischem Fokus. Ein sächsisches Erfolgsmodell ist die duale Ausbildung. In 4 bis 4,5 Jahren erwerben Auszubildende gleichzeitig das Abitur und einen vollwertigen Berufsabschluss. Am BSZ ET ist dies in den Richtungen Mechatronik, Fachinformatik und IT-Systemelektronik möglich.